Auslandspraktikum ohne Agentur

Praktikum im Ausland ohne Vermittlungsagentur!

Bald Zustände wie in den USA: Praktika nur mit Agentur und nur für Reiche?

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Das Praktika im Ausland so beliebt sind ist kein Wunder:

  • ein Praktikum im Ausland ist die Möglichkeit neue Erfahrungen zu sammeln und den Horizont zu erweitern.
  • Arbeitgeber bevorzugen Leute mit Auslandserfahrung, denn wer es schafft die eigene Person an ein Unternehmen am anderen Ende der Welt zu verkaufen und sich mehrere Monate im Ausland durchboxen kann ist schon mal nicht “untauglich”. Quasi ein Gütesiegel das flexibilität, Mobilität und Kompetetenz “bescheinigt”.

In den USA boomt das Geschäft mit der Vermittlung von Praktika. Experten sind der Meinung dass dadurch ein Praktikum “entwertet” wird: “Die Bewerbung für ein Praktikum sollte auch ein Testlauf für die spätere Suche nach einem fixen Arbeitsplatz sein. Solche Angebote sind der Selbstständigkeit der Bewerber nicht förderlich”, sagt Christiane Konegen-Grenier, Hochschulreferentin am Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

Wer sich in den USA eine Praktikumstelle kaufen will, muss 8000 Dollar auf den Tisch legen. Konegen-Grenier meint dazu: “Ich halte es für problematisch, wenn solche Dienstleistungen für jene finanzierbar sind, die über genügend Geldmittel verfügen. Anderen, die ohnehin Mühe haben, ihr Studium zu finanzieren, bleibt das verwehrt”.

In die gleiche Kerbe schlägt Anthony Antonio, Erziehungswissenschaftler an der Stanford-University. “Karriere wird zum reinen Strategiespiel. Mit Bildung hat das nichts mehr zu tun”, sagt er.

Wird das Gütesiegel Auslandspraktikum an Wert zu verlieren? Werden Personalchefs in Zukunft skeptischer sein, wenn im Lebenslauf “Auslandspraktikum in Los Angeles” steht und fragen ob man die Praktikumstelle über eine Agentur gekriegt hat?

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