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“Nur die besten Studenten schaffen es ins Ausland”
Viele meiner Kommilitonen haben mich damals für „zu optimistisch“ bis „größenwahnsinnig“ gehalten, weil ich mich dazu entschlossen hatte ein Auslandspraktikum zu machen.
„Jeder weiß doch, dass nur Top-Studenten ein Auslandspraktikum abkriegen.“
Organisationen die Stipendien vergeben achten sicher darauf nur die besten Studenten zu unterstützen. Sie halten ja Quasi ihren Kopf für dich hin und riskieren Ihren guten Namen.
Deshalb sind die Organisationen ziemlich neugierig und wollen dich auf „Herz und Nieren“ durchchecken.
Die Auswahlverfahren sind je nach Organisation unterschiedlich aber an einem Motivationsschreiben und anschließendes Casting kommst du nicht vorbei. Das ganze Prozedere dauert in der Regel 6-12 Monate.
Wenn du über eine Organisation ein Auslandspraktikum machen willst, dann solltest du dich mindestens 2 Semester vor deinem Auslandspraktikum schon über die Formalitäten der jeweiligen Organisation informieren.
Die einfachste und schnellste Möglichkeit ein Praktikum im Ausland zu machen ist sich direkt bei Firmen im Ausland zu bewerben:
- Kein Motivationsschreiben
- Kein Casting
- Nur wenige Monate vorbereitungszeit
- Du entscheidest in welcher Branche und in welcher Firma du arbeiten wirst
Tipps für dein Auslandspraktikum: mach KEIN unbezahltes Praktikum
Bevor wir über die Knete reden sollten wir eine Frage beantworten die sich vielen beim Wort “Auslandspraktikum” stellt. Warum solltest du für ein Praktikum bezahlt werden? Solltest du nicht froh sein, wenn du überhaupt eine Praktikumstelle im Ausland findest? Diese Meinung teilen viele Leute:
- ehemalige Praktikanten die bereits ein unbezahltes Auslandspraktikum hinter sich haben. Sie wissen es entweder nicht besser oder wollen nicht zugeben, dass sie ausgebeutet wurden.
- Vermittlungsagenturen die unbezahlte Praktikumstellen im Ausland gegen einen üppigen Obolus vermitteln.
- Firmen die nur unbezahlte Praktika anbieten und sich das Motto “Lehrjahre sind keine Herrenjahre!” auf die Fahnen geschrieben haben.
Ich bin der Meinung, dass eine Firma einen Praktikanten immer bezahlt, wenn sie ihn wirklich braucht. Ist das nicht der Fall, dann ist der Firma die Tätigkeit und das Know-How des Praktikanten einfach “nichts wert”. Der Praktikant ist einfach nur “nice to have” aber nicht wirklich notwendig. Das kriegst du zu spüren indem du kopieren oder Kaffee kochen musst. Ein Auslandspraktikum sollte aber für die Firma und den Praktikant eine Win - Win Situation sein. Wenn die Firma nicht überzeugt ist, dass sie aus deinem Praktikum profitieren kann, dann stellt sie dich nicht ein.
Doch was ist wenn eine Firma nur unbezahlte Praktika anbietet?
- Will diese Firma aus deiner Leistung nicht profitieren und dich einfach so einstellen weil du so nett bist? Fehlanzeige! Sie will natürlich von dir profitieren, selbst wenn du nur den Kaffeenachschub sicherstellen sollst.
- gibt es in dieser Firma wirklich ein interessantes, wichtiges Projekt für einen Praktikanten aber leider kein Geld um ihn zu bezahlen? Sehr unwahrscheinlich! Falls doch, dann steht dieser Firma das Wasser wirklich bis zum Hals und du solltest mit ihr nichts zu tun haben wollen.
Das klingt alles ziemlich pessimistisch, aber unbezahlte Praktika sind unter dem Strich nichts anderes als Lose - Lose Situationen:
- Die Firma weiss nicht so recht wie sie dich beschäftigen soll und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder Praktikanten einstellen, geschweige denn bezahlen.
- Du wirst für deine Leistung nicht entlohnt und dein Praktikum wird ein Schandfleck in deinem Lebenslauf
Beide Seiten verlieren. Wenn du keine Zusage für ein bezahltes Praktikum im Ausland kriegst, dann hast du dich bei den falschen Firmen beworben oder verkaufst dich in deiner Bewerbung extrem schlecht.